ARD-Programme: von Lügen und Rügen

Über die Glaubwürdigkeitskrise der ARD-Anstalten – massive Vorwürfe aus einem vertraulichem Papier des Programmbeirats

Glaubwürdigkeitskrise in den Öffentlich-Rechtlichen Anstalten (OR) und kein Ende. Nachdem Anfang Juli bereits der ZDF-Fernsehrat  die „Ranking-Lügen“ der Unterhaltungs-Show „Deutschlands Beste !“ scharf rügte, bekamen die Sender jetzt abermals eine vernichtendes Urteil. Nur diesmal  war nicht das vergleichsweise harmlose Spaß- und Quatschprogramm im  ZDF,  sondern der schwergewichtige ARD-Nachrichtenteil Stein des Anstoßes .  „Tendenziös“, “mangelhaft“, “einseitig“, so lautete das Fazit des ARD-Programmbeirats, nachdem dieser wegen massiver Zuschauerproteste die politische Berichterstattung der Anstalt zum Ukraine-Konflikt unter die Lupe genommen hatte. Die zunächst nur intern kursierende Programm-Kritik, geleakt vorigen Monat durch das Heise-Online-Portal , wurde zunächst von fast allen Medien der Republik behandelt wie ein peinliches Familiengeheimnis. Soll heißen: Man schwieg sie tot. Warum? Weiterlesen

Alle Macht den Banken und Börsen

Über die gut geölte Posten-Drehtür zwischen (EU-) Politik und Finanzwelt

In Brüssel, wo doch der Ämtertausch zwischen Politik und Finanzwelt ohnehin hohe Tradition hat, dreht sich das Posten-Karussell immer rascher. Auf das jüngste Beispiel dieser gut geölten Drehtür-Mechanik macht dieser Tage der grünen Europa-Abgeordnete Sven Giegold am Beispiel von Sharon Bowles, der  ehemaligen Vorsitzenden des Ausschusses für Wirtschaft und Währung (ECON) des Europaparlaments aufmerksam. Per Blitzwechel, so gab er dieser Tage in einer E-Mail bekannt, habe sie ihren EU-Job verlassen und im Vorstand der Londoner Börse Platz genommen. Weiterlesen

Anleitung zu gesunder Selbsteinschätzung

Alles drin! Wohl um auch bei der vom üblichen Inhalt wenig amüsierten Leserschaft zu punkten, scheut das laut kritischen Stimmen „dümmste Blatt der Nation“, die Bild-Zeitung, offenbar vor nichts mehr zurück. Nicht einmal vor der sonst so verpönten Ironisierung des heiligsten Werts, über den ihre politischen Krawall-Kommentatoren angeblich so überreich verfügen: gesunden Menschenverstand.  Ein netter Nebeneffekt wäre, wenn führende Meinungsbildner im Blatt wie die Herren Ernst Elitz, Julian Reichelt oder gar Kiews Neu-Bürgermeister Vitali Klitschko durch folgenden Joke, neulich gedruckt in der normalerweise grausig dämlichen Witzspalte ihres Hausblatts, zur Selbsteinschätzung ermuntert würden: Weiterlesen

Bar jeder Verantwortung

„Die Ukraine, korrupter Journalismus und der Glaube der Atlantiker“

– unter diesem Titel hat jetzt der international angesehene niederländische  Journalist, Buchautor und Universitätsprofessor Karel van Wolferen in einem längeren Beitrag die Berichterstattung unserer Mainstream-Medien über den Ukraine-Konflikt einer kritischen Bewertung unterzogen. Auch wenn man nicht alle Thesen teilen muss, die er in seiner Arbeit entwickelt: Seiner Kernaussage wird man nur schwer widersprechen können. Danach nämlich fällt fast alles, was derzeit rund um den Ukraine-Konflikt hierzulande zu lesen, hören und sehen ist, ins Genre plattester Kriegspropaganda und stellt damit einen brandgefährlichen Tiefpunkt westeuropäischer Massen-Information dar. Auszüge aus seiner Publikation, die vor wenigen Tagen erstmals auf der Website „Nachdenkseiten“ veröffentlicht wurde, werden hier – mit kurzen Zwischentiteln akzentuiert -dokumentiert. Weiterlesen

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