Ökologische Kamikaze-Politik

Trotz absehbarem Klimakollaps erlaubt der jüngste OPEC-Beschluss eine beispiellose Verschleuderung fossiler Ressourcen – zum Schaden alternativer Energieformen

Albert Einstein hat es gewusst:  „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher“. Wie Recht er hat, lässt sich in diesen Tagen wieder einmal beispielhaft zeigen. Während  man den Globalstrategen der  Finanzwelt staunend dabei zuschauen kann, wie sie die fossilen Brennstoffpreise aus politischem Kalkül in den Keller zu prügeln versuchen, kommt der Weltklimarat (IPPC) zeitgleich zum Schluss, dass just der billige Massenverbrauch dieser Energieform uns übel einheizen wird. Die Erderwärmung  – so der IPPC wenig überraschend – sei eindeutig menschengemacht und ohne raschen Umstieg auf Alternativ-Energien seien katastrophale Veränderungen des Weltklimas zu erwarten. Weiterlesen

Mehr Zaster für Zocker

Draghi jubelt: Nieder mit dem Sparstrumpf-Deutschen.

Dank Negativ-Zins sollen nun auch wir unter unserem EZB-Chef und Ex-Goldman-Sachs-Banker Mario Draghi zwangsangeleitet werden zu börsengerechtem Geld-Umgang. Und Erspartes in Aktien, Anleihen und anderen Finanzprodukten anlegen. Falls sich dafür noch immer nicht genug Willige finden, sind schon die nächsten Daumenschrauben in Arbeit: Abschaffung des Bargelds. Zwangshypothek aufs schuldenfreie Häuschen und anderes mehr… Dabei  hat uns der Altmeister des Finanzmarkts, Andre Kostelany, schon vor Jahren vor den systembedingten Gefahren all solcher Aktivitäten gewarnt: „Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten oder mehr Idioten als Aktien“. Wie ein Blick auf die aktuellen Joke-Seiten zeigt, steht er mit dieser Erkenntnis offenbar nicht allein.

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Getrübter Blick auf Medienkritiker

Der Feldzug des Hans Leyendecker – mit Bildungsfledderei
statt Argumenten reagiert der SZ-Journalist auf die derzeitige
Protestwelle von Bloggern und Publizisten

Wer hätte das gedacht: Auf Hans Leyendecker, Leuchtturm der “investigativen, ergebnisoffenen  Recherche” der Süddeutschen Zeitung, können sich seine Chefs nicht wirklich verlassen. In seinem jüngsten Beitrag über Medienkritik (“Der böse Blick, SZ vom 11. 11. 2014″) ortet er zwar als journalistischer Parzival den heiligen Gral unabhängiger Berichterstattung bei dem in letzter Zeit schwer unter Beschuss geratenem eigenen Blatt und ähnlichen Leitmedien. Dass er dabei aber kein gutes Haar an jenen läßt, die dies aufgrund der SZ-Mainstream-Berichterstattung über die Ukraine aus gutem Grund mehr als anzuzweifeln wagen, grenzt schon an Nibelungentreue. Ob man in den oberen Etagen des Pressehauses über Leyendeckers Feldzug in eigener Sache glücklich ist, muss dennoch mit Fragezeichen versehen werden. Denn schließlich rahmt er seinen Beitrag ausgerechnet mit dem Namen jenes Medienkritikers ein, der wegen seiner scharfsichtigen und bis heute aktuellen Analysen im Journalistengewerbe seit gut hundert Jahren totgeschwiegen wird: Karl Kraus. Weiterlesen

4 Jokes zur Erklärung der aktuellen Weltlage

Mafiapate „Don Vito Corleone“ kommt zur Deutschen Bank und will Geld anlegen. Don Vito: „Ich will 1000 Euro anlegen, sind die auch sicher bei Ihnen?“. Berater Ackermann: “Kein Problem!“ Don Vito: „Und was ist, wenn was schief läuft?“. Berater Ackermann:“ Dann haftet die Bundesbank!“. Don Vito: “Und was ist, wenn denen die Luft ausgeht?“. Berater Ackermann: „ Dann haftet der Rechtsstaat !“. Don Vito: „Und was ist, wenn der Rechtsstaat in die Knie geht?“. Berater Ackermann: „Das sollte Ihnen doch 1000 Euro wert sein, oder?“ Weiterlesen

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