Zur Mordserie in der Ukraine

Es ist der Gipfel an ordinärer Ranküne, was da massenmedial fast täglich aus unserer Lieblings-Demokratie Ukraine berichtet wird. Mit frömmelnder Unschuldsmiene wollen und dürfen uns vorzugsweise blutjunge Nachwuchs-Reporterinnen, die so tun, als seien sie Journalisten, über zwangsfinanzierte TV-Sender verklickern, wie freiheitlich, demokratische Daseinsvorsorge im Weltmaßstab zu funktionieren hat. Und warum selbst Morde an russlandfreundlichen Ukrainern derzeit – wenn überhaupt – als vernachlässigbare Größe zu erörtern sind. Dass sie dabei angesichts der Ereignisse Steilvorlagen für ironische Betrachtungen liefern, schert sie nicht.Etwa diese:

Vielleicht sollten unsere ukrainischen Freiheits-Helden demnächst so eine Art Sommerlager für all jene “Demokratieaktivisten” organisieren, die westliche Werte seit Jahrzehnten aufopferungsvoll in die Welt hinaustragen. Teilnehmer aus Syrien, Libyen, Saudi-Arabien , Georgien, Kosovo und deren anglo-amerikanischen Hintermänner könnten sich dort mit den einschlägigen und derzeit unterbeschäftigten Veteranen aus Vietnam, Chile und Haiti endlich einmal entspannt austauschen und (aufgemerkt) gerade mit Blick auf Griechenland garantiert neue Synergieffekte in Bereichen wie Propaganda der Tat und Intrige entwickeln. Vorteil: Kaum Kosten und Übungsgelände weitab Berlins. Und wenn´s nicht läuft wie geplant? Immer dran denken: Lässt die Bremse sich nicht treten, musst nicht fluchen, sondern beten…

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